Was ist ein Duschöl? Sanfte Pflege beim Duschen
Duschgel, Duschschaum oder Seife – all das kennen wir. Aber hast du schon einmal ein Duschöl ausprobiert?
Gerade bei trockener und empfindlicher Haut kann ein Duschöl eine interessante Alternative zu herkömmlichen Reinigungsprodukten sein. Es verbindet die Reinigung der Haut mit rückfettenden Inhaltsstoffen und sorgt für ein angenehm gepflegtes Hautgefühl.
Doch wie funktioniert ein Duschöl eigentlich? Welche Inhaltsstoffe stecken darin? Und worin unterscheiden sich natürliche und synthetisch hergestellte Rohstoffe?
Als österreichischer Kosmetikhersteller geben wir dir einen Einblick in die Welt der Duschöle und erklären, worauf es bei ihrer Herstellung ankommt.
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Unser Duschöl ist aktuell nicht mehr in unserem Sortiment. In diesem Beitrag findest du tortzdem alle wichtigen Informationen rund um Duschöl, Anwendung und Pflege. Für eine milde Körperreinigung empfehlen wir alternativ unsere Flüssigseife & Duschgel Orange Sanddorn Bio oder unsere Bio Naturseifen. Bei trockener Haut kannst du die Haut anschliepend mit einem unserer Körperpflegeöl oder Körperpflegemousse pflegen.
Was ist ein Duschöl?
Ein Duschöl ist ein ölhaltiges Reinigungsprodukt für die Körperpflege. Anders als klassische, überwiegend wasserbasierte Duschgele besteht es häufig zu einem großen Teil aus Ölen und ölartigen Inhaltsstoffen.
Das Besondere: Viele Duschöle verwandeln sich beim Kontakt mit Wasser in eine milchige Emulsion. Dadurch lassen sie sich leichter auf der Haut verteilen und wieder abspülen.
Je nach Rezeptur enthalten Duschöle neben pflegenden Pflanzenölen auch Emulgatoren und zusätzliche waschaktive Substanzen. Diese helfen dabei, Schmutz und überschüssige Hautfette zu lösen.
Ein gut formuliertes Duschöl reinigt die Haut und hinterlässt gleichzeitig ein geschmeidiges, gepflegtes Hautgefühl.
Für wen ist Duschöl geeignet?
Besonders interessant sind Duschöle für Menschen mit:
trockener oder sehr trockener Haut
empfindlicher oder zu Spannungsgefühlen neigender Haut
reifer Haut, die häufig weniger Hautfett bildet
erhöhtem Pflegebedarf während der kalten Jahreszeit
Auch bei normaler Haut kann ein Duschöl eine angenehme Alternative zum klassischen Duschgel sein.
Entscheidend ist allerdings immer die gesamte Rezeptur. Nicht jedes Duschöl ist automatisch mild oder für jede Haut geeignet. Besonders empfindliche Haut kann beispielsweise auf bestimmte Duftstoffe reagieren.
Welche Inhaltsstoffe werden zur Herstellung eines Duschöls verwendet?
Die Zusammensetzung eines Duschöls entscheidet darüber, wie es reinigt, sich auf der Haut anfühlt und wie gut es sich mit Wasser abspülen lässt.
Dabei unterscheiden wir grundsätzlich zwischen pflegenden Ölen, Emulgatoren, Tensiden und ergänzenden Inhaltsstoffen.
1. Pflanzliche Öle – die pflegende Grundlage
In Naturkosmetik-Duschölen werden häufig pflanzliche Öle eingesetzt. Sie beeinflussen die Rückfettung, die Verteilbarkeit und das Hautgefühl nach dem Duschen.
Typische pflanzliche Öle und ihre INCI-Bezeichnungen sind:
Prunus Amygdalus Dulcis Oil (Mandelöl): Ein reichhaltiges Pflanzenöl, das die Haut geschmeidig pflegt.
Helianthus Annuus Seed Oil (Sonnenblumenöl): Ein vielseitiges Öl, das häufig als Grundlage für Hautpflegeprodukte verwendet wird.
Glycine Soja Oil (Sojaöl): Ein pflanzliches Öl mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren.
Simmondsia Chinensis Seed Oil (Jojobaöl): Chemisch betrachtet ein flüssiges Wachs, das für ein angenehm glattes Hautgefühl sorgt.
Caprylic/Capric Triglyceride (Neutralöl): Ein leichtes, gut verteilbares Öl, das häufig aus pflanzlichen Ausgangsstoffen hergestellt wird.
Die verschiedenen Öle unterscheiden sich unter anderem in ihrer Fettsäurezusammensetzung, Konsistenz und Oxidationsstabilität.
2. Emulgatoren – damit sich Öl mit Wasser verbindet
Ein reines Pflanzenöl lässt sich mit Wasser nur schwer abwaschen. Deshalb enthalten viele Duschöle spezielle Emulgatoren.
Diese ermöglichen es, dass sich beim Duschen eine milchige Öl-in-Wasser-Emulsion bildet.
Einige typische Emulgatoren für ölbasierte Reinigungsprodukte sind:
Polyglyceryl-4 Oleate: Ein lipophiler Emulgator auf Basis von Polyglycerin und Ölsäure. Er wird unter anderem in selbstemulgierenden Reinigungsölen eingesetzt.
Polyglyceryl-3 Oleate: Ein Emulgator, der bei passenden Rezepturen das Vermischen von Öl und Wasser unterstützt.
Polyglyceryl-4 Caprate: Ein Emulgator und Lösungsvermittler, der beispielsweise zur Einbindung ölartiger Bestandteile verwendet werden kann.
Polyglyceryl-10 Laurate: Ein nichtionischer Emulgator und Lösungsvermittler auf Basis von Polyglycerin und Laurinsäure. Er wird unter anderem in Reinigungsformulierungen eingesetzt und kann die Verbindung von öligen und wässrigen Bestandteilen unterstützen.
Viele dieser Rohstoffe werden aus pflanzlich gewonnenen Ausgangsstoffen hergestellt und anschließend chemisch verarbeitet.
Ob ein bestimmter Rohstoff für zertifizierte Naturkosmetik geeignet ist, hängt von seiner Herkunft, dem Herstellungsverfahren und den jeweiligen Zertifizierungsanforderungen ab.
Gut zu wissen: Nicht jeder Emulgator eignet sich für jedes Duschöl. Besonders bei wasserfreien Rezepturen ist entscheidend, ob sich der Rohstoff ausreichend in der Ölphase verarbeiten lässt und beim Kontakt mit Wasser die gewünschte Emulsion bildet.
3. Tenside – für die Reinigungswirkung
Tenside sind waschaktive Substanzen. Sie helfen dabei, Fett und Schmutz von der Haut zu lösen und mit Wasser abzuspülen.
Während manche Duschöle hauptsächlich mit emulgierenden Inhaltsstoffen arbeiten, enthalten andere zusätzlich klassische Tenside.
Beispiele sind:
Coco-Glucoside: Ein Zuckertensid, das häufig in milden Duschgelen und Reinigungsprodukten eingesetzt wird.
Decyl Glucoside: Ein nichtionisches Zuckertensid, das für seine Reinigungs- und Schaumeigenschaften verwendet wird.
Sodium Coco-Sulfate: Ein anionisches Tensid mit ausgeprägter Reinigungs- und Schaumbildung.
Diese Tenside können für bestimmte Naturkosmetik-Rezepturen geeignet sein. Allerdings lassen sich nicht alle problemlos in ein wasserfreies Duschöl einarbeiten.
4. Ergänzende Pflege- und Duftstoffe
Neben Ölen, Emulgatoren und Tensiden können weitere Inhaltsstoffe enthalten sein.
Tocopherol (Vitamin E): Wird häufig als Antioxidans eingesetzt, um empfindliche Öle vor Oxidation zu schützen.
Glycerin: Ein feuchtigkeitsbindender Inhaltsstoff, der besonders in wasserhaltigen Formulierungen Verwendung findet.
Panthenol: Ein pflegender Inhaltsstoff, der in geeigneten wasserhaltigen Rezepturen eingesetzt werden kann.
Lavandula Angustifolia Oil: Ätherisches Lavendelöl zur natürlichen Beduftung.
Citrus Aurantium Dulcis Peel Oil: Ätherisches Orangenöl für einen fruchtigen Duft.
Bei empfindlicher Haut kann es sinnvoll sein, auf duftstofffreie Produkte zurückzugreifen. Auch natürliche ätherische Öle können allergische Reaktionen hervorrufen.
Naturkosmetik oder konventionelles Duschöl – was ist der Unterschied?
Duschöle können sowohl mit pflanzlichen als auch mit synthetisch hergestellten Inhaltsstoffen formuliert werden.
In der zertifizierten Naturkosmetik gelten besondere Anforderungen an die Rohstoffauswahl und die zulässigen Herstellungsverfahren.
Konventionelle Kosmetik bietet eine größere Auswahl an Rohstoffen, darunter auch mineralölbasierte Inhaltsstoffe, Silikone und bestimmte synthetische Emulgatoren.
Typische Beispiele aus der konventionellen Kosmetik sind:
Paraffinum Liquidum: Ein aus Erdöl gewonnenes, hochgereinigtes Mineralöl, das als pflegende Ölkomponente eingesetzt werden kann.
Dimethicone: Ein synthetisches Silikonöl, das die Verteilbarkeit und das Hautgefühl beeinflusst.
PEG-7 Glyceryl Cocoate: Ein ethoxylierter Inhaltsstoff mit rückfettenden und emulgierenden Eigenschaften.
PEG-40 Hydrogenated Castor Oil: Ein ethoxylierter Lösungsvermittler, der unter anderem zur Einbindung von Duftstoffen und Ölen verwendet wird.
Diese Rohstoffe sind nicht automatisch hautschädlich. Auch die Verträglichkeit eines Duschöls lässt sich nicht allein daraus ableiten, ob es natürlich oder synthetisch hergestellt wurde.
Der wichtigste Unterschied liegt in der Herkunft und Verarbeitung der Rohstoffe sowie den Vorgaben der jeweiligen Naturkosmetik-Zertifizierung.
Auch Naturkosmetik enthält chemisch verarbeitete Inhaltsstoffe. Entscheidend ist, welche Ausgangsstoffe und Verfahren verwendet werden.
Wie wird ein Duschöl hergestellt?
Die Herstellung eines Duschöls klingt zunächst einfach: Pflanzenöle miteinander vermischen und einen Emulgator hinzufügen.
Tatsächlich steckt jedoch deutlich mehr dahinter.
Damit ein Duschöl gut funktioniert, müssen verschiedene Eigenschaften aufeinander abgestimmt werden:
Wie hoch soll der Ölanteil sein?
Wie gut lässt sich das Produkt auf der Haut verteilen?
Bildet sich beim Kontakt mit Wasser eine milchige Emulsion?
Lässt sich das Duschöl ausreichend abspülen?
Wie fühlt sich die Haut anschließend an?
Ist die Rezeptur während der Lagerung stabil?
Besonders die Wahl und Dosierung der Emulgatoren spielen eine wichtige Rolle.
Ein Duschöl kann beispielsweise einen sehr hohen Ölanteil besitzen und trotzdem angenehm abwaschbar sein – vorausgesetzt, die Rezeptur ist entsprechend abgestimmt.
Je nach Wassergehalt und Verpackung müssen außerdem die mikrobiologische Sicherheit, die Oxidationsstabilität und die Haltbarkeit berücksichtigt werden.
Unser Wissen aus der Kosmetikherstellung bei Evelia
Wir von Evelia Kosmetik entwickeln und produzieren seit 2014 Kosmetikprodukte in unserer eigenen Manufaktur in Annaberg im Salzburger Land.
Als österreichischer Hersteller biozertifizierter Kosmetik beschäftigen wir uns täglich mit der Auswahl und Verarbeitung unterschiedlichster Rohstoffe.
Auch Duschöl haben wir bereits selbst entwickelt und hergestellt.
Unser früheres Duschöl Lavendel Orange enthielt beispielsweise über 84 % Öle und basierte unter anderem auf Mandelöl, Sonnenblumenöl und dem Emulgator Polyglyceryl-4 Oleate.
Durch den Emulgator verwandelte sich das Öl beim Kontakt mit Wasser in eine milchige Reinigungsformulierung.
Das Duschöl Lavendel Orange ist mittlerweile nicht mehr in unserem Sortiment erhältlich. Unser Wissen über Pflanzenöle, Emulgatoren und hautfreundliche Rezepturen fließt jedoch weiterhin in die Entwicklung und Herstellung unserer Kosmetikprodukte ein.
Welche Vorteile hat ein Duschöl?
Je nach Zusammensetzung kann ein Duschöl verschiedene Vorteile bieten.
Sanfte Reinigung: Eine mild abgestimmte Rezeptur kann die Haut reinigen, ohne sie unnötig stark zu entfetten.
Rückfettende Pflege: Pflanzliche Öle können dazu beitragen, dass sich die Haut nach dem Duschen geschmeidig anfühlt.
Angenehm bei trockener Haut: Besonders in der kalten Jahreszeit kann ein rückfettendes Reinigungsprodukt wohltuend sein.
Auch zum Rasieren: Manche Duschöle bieten eine gute Gleitfähigkeit und können deshalb auch für die Körperrasur verwendet werden.
Ergiebige Anwendung: Bei konzentrierten, ölreichen Rezepturen reicht häufig bereits eine kleine Menge.
Wie verwendet man ein Duschöl richtig?
Die Anwendung ist unkompliziert:
Die Haut unter der Dusche mit lauwarmem Wasser anfeuchten.
Eine kleine Menge Duschöl in die Handfläche geben.
Auf der feuchten Haut verteilen und sanft einmassieren.
Bei einem selbstemulgierenden Duschöl entsteht beim Kontakt mit Wasser eine milchige Konsistenz.
Gründlich abspülen und die Haut anschließend sanft trocken tupfen.
Ob nach dem Duschen noch eine zusätzliche Körperpflege notwendig ist, hängt von der Haut und der jeweiligen Duschöl-Rezeptur ab.
Achtung: Ölhaltige Produkte können den Duschboden rutschig machen. Deshalb beim Duschen besonders vorsichtig sein.
Welche Alternativen zum Duschöl gibt es bei Evelia?
Unser Duschöl Lavendel Orange ist nicht mehr erhältlich. Wenn du eine sanfte Körperreinigung oder eine reichhaltige Pflege für trockene Haut suchst, findest du in unserem Sortiment passende Alternativen.
Flüssigseife & Duschgel Orange Sanddorn Bio
Unser mildes Duschgel enthält Zuckertenside, Bio Sonnenblumenöl und Bio Sanddornfruchtfleischöl. Es reinigt die Haut mit einem angenehm fruchtigen Duft nach ätherischem Bio Orangenöl.
Zum Flüssigseife & Duschgel Orange Sanddorn Bio
Körper Pflegeöl Orange Sanddorn Bio
Wenn du vor allem die pflegenden Eigenschaften eines Duschöls geschätzt hast, ist unser Körper Pflegeöl eine schöne Ergänzung.
Es enthält unter anderem Mandelöl, Jojobaöl, Reiskeimöl, Sonnenblumenöl und Bio Sanddornfruchtfleischöl.
Einfach nach dem Duschen sparsam auf die noch leicht feuchte Haut auftragen.
Zum Körper Pflegeöl Orange Sanddorn Bio
Körper Pflegeöl Lavendel Entspannung Bio
Für alle, die den Duft unseres früheren Duschöls mochten: Unser Körper Pflegeöl Lavendel kombiniert ausgewählte Pflanzenöle mit dem angenehmen Duft von ätherischem Lavendelöl.
Ideal für ein entspannendes Pflegeritual nach dem Duschen.
Zum Körper Pflegeöl Lavendel Entspannung Bio
Körper Pflegemousse Sensitiv Bio
Besonders trockene Haut freut sich häufig über eine zusätzliche, reichhaltige Pflege. Unser Körper Pflegemousse Sensitiv enthält Bio Sheabutter und Bio Mandelöl und kommt ohne zugesetzte Duftstoffe aus.
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Fazit: Duschöl verbindet Reinigung und Pflege
Duschöl ist eine interessante Alternative zu klassischem Duschgel – besonders für Menschen, die ihre Haut bereits während der Reinigung rückfettend pflegen möchten.
Ob ein Duschöl angenehm mild, ergiebig und gut abwaschbar ist, hängt nicht nur vom Ölanteil ab, sondern vor allem vom Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe.
Pflanzliche Öle, geeignete Emulgatoren und sorgfältig ausgewählte waschaktive Substanzen bilden die Grundlage einer durchdachten Rezeptur.
Als österreichischer Kosmetikhersteller wissen wir aus eigener Erfahrung, wie wichtig die richtige Rohstoffauswahl und eine sorgfältige Entwicklung sind.
Auch wenn unser Duschöl nicht mehr im Sortiment ist, findest du bei Evelia weiterhin ausgewählte Produkte für eine sanfte Reinigung und reichhaltige Körperpflege.



